Eine erfüllte Beziehung – so kann es gelingen!

06.09.2016

Die Frage nach dem Gelingen einer erfüllten und glücklichen Beziehung stellt sich wohl jedes Paar irgendwann einmal. Was ist wohl das Geheimnis glücklicher Paare in lange andauernden Beziehungen? Und was ist es, das sie zusammenhält – manchmal über viele Jahre? Fakt ist, dass eine Beziehung nur dann erfolgreich und erfüllend sein kann, wenn sie von zwei Menschen gestaltet wird, die ihr Leben miteinander teilen. Beide Partner wissen genau, was sie voneinander in der Partnerschaft erwarten. Aber nicht nur das: Beide wissen auch genau, dass sie gemeinsam dafür verantwortlich sind, wenn sie ihre Liebe erhalten wollen. Dabei ist auch völlig klar, dass erfolgreiche Partner aus der Beziehung ihren Gewinn ziehen, was bedeutet, dass sie zusammen besser dastehen als allein. Zumindest die meiste Zeit über.

Eine erfüllte Beziehung – so kann es gelingen!

Was bedeutet Eigenständigkeit in einer erfolgreichen Beziehung?

In erfolgreichen und erfüllten Beziehungen weiß jeder der Partner, dass er grundsätzlich nicht abhängig vom anderen ist. Jeder der Partner fühlt sich imstande, alleine zu leben und weiß um seinen Wert und seine Fähigkeiten. So sind beide bereit, sich selbst und dem Partner Achtung entgegen zu bringen. Mit dieser Achtung und auch genügend Selbstwertgefühl ausgestattet, gelingt es jedem von beiden spielend, seine Bedürfnisse offen zu äußern und auch einzufordern. Dabei werden die fundamentalen Lebensbedürfnisse von beiden geteilt, wobei jeder Partner es auch zulassen kann, dem Anderen Bedürfnisse zuzugestehen, die er selbst nicht teilt. Jeder Partner darf seine eigenen Bedürfnisse entwickeln und auch ohne den anderen erfüllen. Das wird auch erfolgreichen Partnern schwer fallen, dennoch werden sie es zulassen, dass der andere Partner nicht nur in der Gemeinsamkeit Erfüllung findet, sondern sein Leben beispielsweise mit Hobbies und Freunden bereichert, die er mit dem Anderen nicht teilen muss.

Welches sind die Zutaten für eine erfüllte Beziehung?

Achtung vor dem anderen und sich selbst und ein gesundes Selbstwertgefühl sind die Basis einer erfüllten und glücklichen Beziehung, das sagten wir ja schon. Aber gibt es da nicht noch mehr? Wie wichtig ist zum Beispiel der Humor in einer Beziehung? Die Antwort kann nur lauten: Absolut überlebenswichtig. Gemeinsames positives Denken stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Partner. Gemeinsam miteinander zu lachen entspannt und so können Konflikte viel leichter gelöst und eventuell mit einer gehörigen Portion Witz umschifft werden. Aber Lachen und Humor ist natürlich nicht alles: Gemeinsame Projekte stabilisieren jede Beziehung, gemeinsame Ziele lenken die Synergien in eine gemeinsame Richtung und jeder Erfolg, den man gemeinsam erzielt, stärkt und bestätigt die Beziehung. Dabei bestätigen sogar gemeinsam erfolgreich bewältigte Krisensituationen die Partner in ihrem Denken, die richtige Wahl mit genau diesem Partner getroffen zu haben. Sie können sich aufeinander verlassen, denn jeder hat in den gemeinsamen Zielen seine eigene Aufgabe und gemeinsam wird man so zum Paar. Da stellt sich direkt eine andere Frage:

Müssen denn Paare wirklich alles gemeinsam machen?

Hier lautet die Antwort: Absolut nicht! Wir gehen aus der Erfahrung heraus sogar so weit zu sagen, dass es tatsächlich eher schädlich ist. Getrennte Aktivitäten fördern die Attraktivität des einen Partners für den anderen, weil die Beziehung immer wieder neue Impulse bekommt und die Partner so füreinander spannend bleiben. Beide Partner können ihre Beziehung so in dem Bewusstsein leben, auch alleine überlebensfähig und zufrieden sein zu können. Selbstverständlich ist aber auch der Wunsch, alles alleine machen zu wollen ebenso wenig förderlich. Die richtige Mischung aus Nähe und Distanz sind die Basis für eine glückliche und dauerhafte Beziehung. Freiräume sind aber wichtig, um der Beziehung und dem Partner nicht die Luft zum Atmen zu nehmen.

Müssen denn Paare wirklich alles gemeinsam machen?

Wie wichtig ist der Sex für die erfüllte Beziehung?

Welchen Stellenwert die Sexualität innerhalb der Beziehung hat, ist abhängig von den Bedürfnissen beider Partner. Emotionale Nähe, Sexualität und Kommunikation sind die Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft. Wenn in der Sexualität nichts mehr läuft, interpretieren viele dies als einen Schlussstrich unter ihre Beziehung. Oder aber als Grund, sexuelle Abwechslung außerhalb der Beziehung zu suchen. Für viele Menschen ist eine Beziehung dasselbe wie Verliebtheit: Ein Kribbeln und eine Aufgeregtheit, wenn man den Partner nur sieht. Wenn dieses Kribbeln aber irgendwann einmal vorbei ist, ist es für sie gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Partnerschaft. Hier ist es wichtig zu begreifen, dass jede Phase der Verliebtheit einmal vorüber geht, so sehr man sich auch dagegen sträuben möchte. Psychologen erklären uns, dass nach dieser ersten Phase der Verliebtheit und Verschmelzung eine neue Phase der Abgrenzung normal und sogar dringend notwendig ist. Männer suchen dann ihre Distanz in der Regel durch einen Rückzug auf eigene Hobbies und Freunde. Frauen dagegen weichen in Streit und sexuelle Verweigerung aus. Diese Phase der Trennung oder Autonomiebestrebung führt bei einigen Paaren dann auch real zur Trennung. Damit eine solche Krise oder Abgrenzungsphase nicht zu dieser realen Trennung wird, kann man einiges tun:

  • Akzeptiert diese Phase und nutzt die Chance, denn hier liegt meist der erste Prüfstein für die Partnerschaft. Hat man diesen erfolgreich bestanden, ist der Grundstein für eine weitere stabile Beziehung gelegt.
  • Streitet fair und aufrichtig, vermeidet dabei unbedingt den Vorwurf, dass der Partner einen nicht mehr liebt, weil er nicht so reagiert, wie erwartet, denn an mangelnder Liebe scheitert kaum eine Partnerschaft und genau solch ein Vorwurf wird sich später zu einem K.O.-Kriterium entwickeln.
  • Nicht mit Trennung drohen, auch wenn Du noch so verletzt und enttäuscht bist, denn in einem Ringkampf droht der Gegner ja auch nicht, wegzulaufen.
  • Männer und Frauen interpretieren sexuelle Nähe unterschiedlich: Bei Männern entwickelt sich Nähe und Zusammengehörigkeitsgefühl erst beim Sex, vielen Frauen dagegen ist Sex erst dann möglich, wenn sie Nähe und Zusammengehörigkeit erfahren haben. Hier ist es unter Umständen hilfreich und wichtig, als Frau auch einmal die sexuelle Nähe dann zuzulassen, wenn die emotionale Nähe noch fehlt. Niemand muss sich benutzt oder missbraucht fühlen, aber einen Versuch ist es in vielen Fällen wert, denn oft entwickelt sich gerade dann wieder emotionale Nähe, auch wenn man es nicht erwartet – ganz besonders dann, wenn man sich (noch) liebt.

Natürlich können wir hier letztendlich nur Anregungen geben, herausfinden was richtig und was falsch ist, kannst nur Du allein. Schaffe Dir in Zeiten der Krise stattdessen eigene Freiräume ohne Deinen Partner vor den Kopf zu stoßen oder zurückzuweisen.

Noch ein Tipp von uns: Führe ein Liebestagebuch!

Lege ein Liebestagebuch an, in dem Du jeden Abend vor dem Schlafengehen das hier einträgst:

  • Was habe ich heute für meine Beziehung getan, damit sie in Liebe wachsen kann?
  • Wie habe ich mich heute mit und in meiner Partnerschaft gefühlt? War ich glücklich und zufrieden?
  • Was habe ich heute Gutes für mich getan?
Noch ein Tipp von uns: Führe ein Liebestagebuch!

Wie kann man als Paar richtig miteinander sprechen?

Die Auskunft kann ganz klar nur lauten: Nicht in Form von Vorwürfen in Zusammenhang mit dem Wort „Du“. Wichtig ist die Ich-Form in den eigenen Sätzen, damit man eigene Gefühle äußert und eigenes Denken und damit die Verantwortung für sein Verhalten übernimmt. So kann man in Konfliktsituationen sachlich und auf konkrete Situationen bezogen mit seinem Partner sprechen, ohne dass dieser sich in die Enge getrieben fühlt. Wir sehen ein, dass das schwer fällt, doch es muss einfach sein, um dem Anderen seinen Freiraum zu lassen und nicht die Achtung zu verlieren. Was außerdem noch wichtig ist:

  • dem Partner Kompromisse anbieten,
  • eigene Schwächen und Fehler zugeben, sich entschuldigen,
  • ehrliches Interesse an der Person des Partners zeigen und nicht vergessen: dem Partner im Gespräch Achtung entgegen bringen,
  • den anderen ausreden lassen und ihm auch in hitzigen Gesprächen nicht ins Wort fallen – auch eine Form von Achtung vor dem Partner,
  • klare Wünsche äußern und dort „Nein“ sagen, wo man nicht einverstanden ist.

Ist es für eine erfüllte Beziehung wichtig, dass die Partner sich nach den Wünschen des anderen richten?

Diese Frage könnte man idealerweise mit einem „Ja“ beantworten, wenn beide Partner die gleichen Lebensvorstellungen haben. Da Partner auch in der glücklichsten Beziehung nicht immer zu jedem Zeitpunkt die gleichen Vorstellungen haben, sind Meinungsverschiedenheiten und damit Auseinandersetzungen unvermeidlich. Oft unterscheiden sich die Vorstellungen hinsichtlich Ordnung, dem Umgang mit Geld, dem Bedürfnis nach Zärtlichkeit oder Erziehungsprinzipien und belasten so eine Beziehung. In einer erfolgreichen und erfüllten Beziehung richten beide Partner dann ihren Blick nicht darauf, was der Partner an sich ändern sollte. Jeder der Partner ist idealerweise zu Kompromissen und Entgegenkommen bereit und beide sind sich einig, dass Liebe nichts damit zu tun hat, dass der Partner alle Erwartungen zu erfüllen hat. Das ist nicht die Bedeutung von Liebe. Die erfüllte Beziehung lebt vom ständigen Austausch zwischen den Partnern, auch wenn die Erwartungen sich von Zeit zu Zeit nicht decken. „Kompromiss“ und „Aufeinanderzugehen“ sind die Zauberworte.

Was ist nun das Fazit zu diesen erfüllten Beziehungen?

Einer Untersuchung zufolge benennen Paare, die wenigstens 25 Jahre zusammenleben, ihre Fähigkeit zur gemeinsamen Problemlösung als den Erfolgsfaktor ihrer Beziehung. Vorwürfe und Beschimpfungen sind genau wie Trotz und Rache langfristig keine geeigneten Lebensentwürfe für eine erfüllte und lange andauernde Partnerschaft. Welche Rolle Sex in einer Beziehung spielt, hängt ganz von den Bedürfnissen innerhalb der Partnerschaft ab, denn jedes Paar lebt andere sexuelle Bedürfnisse. Wenn beide Partner keine starken sexuellen Bedürfnisse (mehr) spüren, kann die Beziehung trotzdem noch erfüllt und intakt sein. Letztlich kommt es darauf an, dass eine erfüllte und befriedigende Partnerschaft von Geben und Nehmen gekennzeichnet ist. Missachtet einer der Partner die Wünsche des anderen wiederholt, sollte dieser sich überlegen, ob das Bedürfnis für ihn absolut wichtig ist und sich nicht in eine Opferrolle begeben. Klare Aussprachen ohne Schuldzuweisungen in Krisen sind wichtig, denn Rückzug und Racheakte sind keine geeigneten Mittel, eine Partnerschaft erfolgreich und erfüllend zu leben. Wir wünschen Dir zum Schluss, dass Du Deine Wünsche und Vorstellungen äußern kannst, ohne den Partner zu missachten und kleinzumachen. Damit ist schon viel – nicht alles natürlich – für eine erfüllte und zufriedenstellende Partnerschaft auf Jahre getan.

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